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Weil man wissen sollte worüber man eine negative Einstellung hat, wollte ich in die "Branche" (wenn man denn davon sprechen kann, denn Millionen werden hier sicher nicht umgesetzt) reinschnuppern, und habe eines der größeren deutschen Paid4Mail - Portale gekauft. Dieses Beispiel soll zeigen, dass sich Käufe von Projekten durchaus lohnen können. Das Projekt informiert über aktuelle Produkte und Angebote per eMail. Für das Empfangen dieser Mails erhalten die Mitglieder Punkte vergütet, die einmal im Monat in Euros umgerechnet und auf dem Konto gutgeschrieben werden. Dabei errechnet sich der Tauschkurs jeden Monat neu. Ich kaufte es für einen mittleren dreistelligen Betrag, und die Investitionssume wurde sehr schnell wieder eingespielt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich um einen Glückskauf handelte. Die meisten sogenannten "Projekte", die vor allem in Auktionsplattformen zum Kauf angeboten werden, sind keinen einzigen Cent wert. Diese Projekte bestehen aus einer schlechten Domain, über die gesagt wird, dass sie etwa 100 EUR bis 50.000 EUR wert sein soll. Als "Beweis" dafür dass dieser Schätzwert auch stimmt, werden zweifelhafte Referenzen angegeben. Oftmals wird hier die Grenze zum Betrug überschritten - wenn über ein "Projekt" geredet wird, aber nur eine Domain mit hoffnungslos überschätztem Wert zum Verkauf angeboten wird, die keinerlei eigene Inhalte aufweisen kann, sondern nur auf ein externes Partnerprogramm weiterleitet. Schauen Sie sich also genau an, ob die Inhalte des Projektes nach dem Kauf auch wirklich Ihnen gehören. Ein anderes Negativbeispiel sind "Projekte" die eine vermeintlich hohe Suchmaschinenpopularität aufweisen. Hier wurde eine fremde Website auf der Domain "includet" (was vor dem Verkauf entfernt wurde), so dass die Suchmaschine (scheinbar) die zum Verkauf stehende Domain genau so gut einstuft wie die fremde Website. Hierbei handelt es sich zweifellos um Betrug. Also: Augen auf beim Projektkauf. Vor dem Kauf wurde das Projekt verständlicherweise genau unter die Lupe genommen. Effektiv gestaltet dies sich, wenn in den bekannten Suchmaschinen nach dem Namen des Projektes gesucht wird. Die Mediadaten waren ersichtlich, mehr als 5000 angemeldete Nutzer, und täglich etwa 10 Neuanmeldungen. Regelmäßige Werbebuchungen alleine würden das Angebot dauerhaft nicht attraktiv halten können, so dass viel Werbung von Partnerprogramm-Netzwerken (Sale / Lead) an die Mitglieder gesendet wurde. Meine Einstellung vor dem Kauf zur Qualität der Mitglieder war weitaus pessimistischer, als es die Realität gezeigt hat. Leitet man diese User direkt zu einem Shop, wird man kaum Werbeerfolg erzielen. Jegliche kostenlose Angebot und Gewinnspiele werden jedoch überraschend gut aufgenommen. Hier sind sehr viele Leads zu verzeichnen. Aber auch Shops können erfolgreich beworben werden, jedoch indirekt. Über ein Netzwerk wurde beispielsweise ein Gewinnspiel für eine große deutsche Drogeriekette durchgeführt. Dieses hatte eine Cookie-Lebensdauer von 30 Tagen. Von den etwa 15% der Nutzer welche am Gewinnspiel teilgenommen haben, wurden noch einmal 1% binnen 30 Tagen auch zu Kunden. Einige Kundenmeinung vom Portal der Ciao AG (Teils vor, und teils nach meiner Übernahme): - "Empfehlung: Auf jeden Fall anmelden." - "Übersichltichkeit, Strukturierung, Ref-Ebenen und Boni, Design und die Payrate: Alles stimmt. [...]" - "Ich finde das sich [...] eine Anmeldung lohnt. Vor allem melden sich jeden Tag über 10 neue Mitglieder an und das bedeutet das man noch viele werben kann." - "Alles in allem bin ich mit diesem Anbieter sehr zufrieden, da die Mails bisweilen sehr regelmäßig gesendet werden. Ich denke mal, dass eine Anmeldung bei diesem Anbieter sicherlich nicht für die Katz ist!" - "In diesem Sinne – viel Spaß beim Geld „erklicken“!" Zwischenzeitlich habe ich das Projekt abgetreten. Nicht wegen mangelnden Umsätzen - im Gegenteil, wie ich bereits ausführte, haben mich diese sehr überrascht. Jedoch ist die Suche nach immer neuen und vor allem geeigneten Partnerprogrammen mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden. Dazu kommt, dass die Auszahlungsgrenze für Mitglieder sehr gering ist, so dass monatlich auch noch zahlreiche Überweisungen von Kleinstsummen vorgenommen werden müssen. Von Aaron Kahlau |
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