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Redaktionelles Angebot
Die wenigsten Webmaster verfügen über Genug Zeit oder auch Fähigkeiten, täglich neue Artikel für ihre Präsenz zu verfassen. Bei sehr speziellen Themengebieten (bestimmte Technik-Systeme, Tierarten, Fabrikate etc) mag dies in kleinem Rahmen noch möglich sein. Möchte man jedoch große Zielgruppen ansprechen, und täglich neue redaktionelle Artikel zu verschiedenen Themen veröffentlichen, kommt man um fähige Journalisten nicht herum.
Ein solches Portal ist eines der kostenintensivsten Projekte, und zahlt sich erfahrungsgemäß erst nach einiger Zeit aus. Zumeist wird man es frei zugänglich für alle Leser zur Verfügung stellen und über Werbung finanzieren.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Bereitschaft der Nutzer für redaktionelle Arbeit (wenig) Geld auszugeben, sehr gering ist. Selbst als das Angebot breitflächig über eines der größten deutschen Partnerprogrammnetzwerke beworben wurde, waren die Erfolge sehr bescheiden. Hier wurde ein geringer monatlicher Betrag über Lastschrift oder Kreditkarte eingezogen. Demgegenüber scheint die einmalige Abrechnung über Servicerufnummern größere Akzeptanz aufzuweisen. Ich würde jedoch generell die kostenlose, aber werbefinanzierte Nutzung für den User vorschlagen.
Um eine rege besuchte Community und einen festen Besucherstamm zu sammeln hat es sich auch bewährt, nur die ersten Absätze eines Artikels zu veröffentlichen; Möchte man weiterlesen, ist eine Registrierung notwendig.
Dies wirkt sich jedoch auch negativ auf die Listung in Suchmaschinen aus - denn je weniger Text vorhanden ist, desto weniger potentielle User finden diesen Artikel auch in Suchmaschinen.
In diesem Hinblick ist es auch empfehlenswert, auf Parameter (Bsp. www.domain.de/anzeige.php?kategorie=124&artikel=4831) zu verzichten. Statt dessen sollten die Artikel in statischen HTML-Seiten publiziert werden (Bsp. www.domain.de/kategorie/artikel4831.html), oder zumindest so aussehen. Wie dies funktionieren kann, auch wenn man ein Content Management System verwendet oder Artikel von externen Anbietern automatisch einbettet, wird in dieser Dokumentation erklärt.
Zahlreiche Presseagenturen bieten die automatische Implantierung ihrer Artikel an. So entsteht Ihnen keine Arbeit, und Sie erhalten automatisch die neuesten Nachrichten auf Ihrer Website.

Einige Onlinemagazine bieten Scripte an, mit denen Sie die Schlagzeilen als externen Link zum Artikel einfügen können. Bis auf den Umstand, dass man kostenlos Werbung für das Magazin macht, bietet dies keinen sonderlichen Mehrwert.
Wenn man Artikel automatisch auf seiner Website einfügen lassen möchte (und nicht auf der Website des Content-Anbieters) wird individuelle Programmierung notwendig, und auch fortlaufende Kosten kommen hinzu.
Die Artikel und dazugehörigen Bilder werden auf dem Server der Agentur gespeichert. Hierfür habe ich mir von Programmierern ein Script erstellen lassen, welches mittels eines Cronejobs täglich nach neuen Artikeln und Bildern auf dem Server der Presseagentur sucht, und diese zu meinem Server herüber zieht. Für das reibungslose Laufen ist ein eigener Server mit Rootzugriff notwendig. Die Programmierer benötigen Kenntnisse in den Bereichen XML-Dateien, PHP und MySQL.

Kostenrechnung für das von mir realisiertes Projekt:

Design ca. 900 EUR
Script zur Content-Integration ca. 1500 EUR
Content monatlich ca. 160 EUR
Server monatlich ca. 50 EUR

In das Design wurde sehr viel investiert, weil ich direkt eine fähige Agentur damit beauftragte die auch Unterseiten gestalten sollte. Diese Kosten hätten bei Eigenentwicklung kräftig gedämpft werden können.
Die Kosten des Scriptes ergaben sich weil es sehr umfangreich wurde, und im Laufe der Entwicklung noch einige zusätzliche Wünsche an dessen Fähigkeiten hinzukamen.
So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, nur jugendadäquate Berichte in bestimmten Rubriken anzuzeigen. (Jugendliche erhalten automatisch nur Artikel über Superstars und Hip-Hop angezeigt, jedoch keine über alte deutsche Schauspieler).
Zur Bewerbung als Partnerprogramm hatten die Webmaster die Möglichkeit, die selben Daten in 8 verschiedenen Layouts als I-Frames, JavaScript, PopUps usw in eigene Angebote zu integrieren.
Verzichtet man auf von mir gewünschte Extras, hätten die Entwicklungskosten für das Script also auch reduziert werden können.

Von Aaron Kahlau

 
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