Über die verbreiteten Sponsor-Scripte und die Tatsache, dass die Mehrzahl der Website-Sponsoren sehr geringe
Mitgliederzahlen aufweisen können (und somit zwangsläufig für beide Seiten nicht attraktiv arbeiten können) wurde ja
bereits aus der Sicht des Affiliates berichtet. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, selbst ein Sponsor-Netzwerk
zu eröffnen, in dem sich Partnerprogrammbetreiber und werbende Webmaster anmelden können und Sie die Abwicklung für
beide Seiten übernehmen.
Zum Start eines eigenen Netzwerkes steckt man in einer Zwickmühle - hat man keine Sponsoren, erhält man auch wenig
werbende Webmaster. Hat man keine Webmaster, werden sich kaum interessierte Sponsoren finden lassen.
Um überhaupt einigermaßen ausgelastet zu beginnen, sollten Sie also eigene Angebote als Sponsoren und Werbeträger in
das Netzwerk einbringen können, und/oder zuvor mit mehreren anderen (großen) Anbietern Vereinbarungen treffen, dass
diese sofort nach dem Start Ihr Angebot nutzen werden. In diesem Anfangsstadium sollten für neue Werbepartner auch
Sonderkonditionen angeboten werden, um den Anreiz in einem gänzlich neuen Netzwerk zu agieren noch zu verstärken.
Sollte dies bereits vor dem offiziellen Start des Netzwerks scheitern, wird das Angebot zwangsläufig sehr schlecht bis
(wahrscheinlicher) überhaupt nicht anlaufen.
Eigenes Pay per Click - Netzwerk
Die Möglichkeit dass sich einzelne Werbetträger bei den jeweiligen Sponsoren bewerben müssen hat sich für diese Form
der Vergütung kaum durchgesetzt.
Die meisten Sponsoren möchten bei Klick-Kampagnen Probebuchungen vornehmen, und danach auch nur ein fest bestimmtes
Volumen in Kampagnen investieren.
Aus Praktikabilitätsgründen ist es sinnvoller, alle vorhandenen Kampagnen wechselnd auf den teilnehmenden Websites
rotieren zu lassen, ohne dass der Sponsor die Möglichkeit hat bestimmte Webmaster im vornerein auszuschließen.
Auch wenn Deutschland keinen Diversitäts-Hotspot für Sponsornetzwerke darstellt, ist es sehr schwierig unter den
etablierten Fuß zu fassen.
Scripts für beide Möglichkeiten (Mit- und ohne Bewerbung) gibt es zuhauf, und über deren Verwendung wurde auch bereits
geschrieben. Nutzen Sie alle Möglichkeiten des Scripts aus um ungültige Clicks herauszufiltern, und legen Sie sich ein
dickes Fell zu. Die meisten Webmaster welche durch automatisch generierte Clicks und Zwangsclicks versuchen zu
betrügen (und diese kommen fast zwangsläufig auch auf Sie zu), gehen nach dem Motto "Frechheit siegt" vor. Bei ganz
offensichtlichem Betrug erhält man dann E-Mails und Anrufe von verärgerten Webmastern, die fast glaubwürdig schildern,
dass sie ehrlich den Verdienst erwirtschaftet haben und eine Auszahlung einfordern. Und auch Clickraten von 40% und
mehr werden von ihnen dann durch den guten Traffic erklärt. Über weite Strecken sind deren Ausführungen hanebüchener
Unsinn, und Gespräche erübrigen sich.
Beim analysieren der Logfiles fallen einem schnell Clicks auf, die nicht durch freiwillige Besucher entstanden sein
können, und der jeweilige Account des Webmasters sollte gesperrt werden. Anfangs schrieb ich noch jeden einzelnen
betrügerischen Webmaster an, setzte seinen Account auf 0, und bat ihn zukünftig ehrlich am System teilzunehmen. Diese
Freundlichkeit gewöhnte ich mir schnell ab, und löschte die Accounts sofort. In der Regel wird ein Webmaster der sich
solcher Taktiken bedient auch zukünftig nicht vernünftig Besucher vermitteln. Man sollte in den Programmrichtlinien
festlegen, dass Clickraten von über 5% nicht vergütet werden. Eine höhere Clickrate ist bei normalem Einsatz von
Werbemitteln und ohne Clickaufforderung kaum zu erreichen, und deutet auf unsachgemäßen Einsatz der Werbemittel hin.
Viele auf dem Markt neuen Klicksponsoren finanzieren sich dadurch, dass sie ausschließlich Sale- und Leadprogramme
externer Anbieter im eigenen Netzwerk per Click vergüten. Als Anbieter meldet man sich also selbst bei größeren
Mitbewerbern an, und baut deren Bannercodes vermeintlich als eigene Werbapartner in seinem Netzwerk ein.
Nach einigen Tagen wird häufig festgestellt, dass sich der erwartete Gewinn doch nicht einstellt. Tatsächlich
entstehen gewaltige Verluste wenn mehrere Werbeträger jeweils Tausende Klicks vermitteln, von denen nicht ein einziger
User das Angebot nutzt. Die meisten Werbeträger entscheiden sich eben deshalb weil ihre Clicks sehr schlecht
konvertierten für eine Pay-per-Click-Abrechnung.
Von Aaron Kahlau
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